Mensch und Wald zusammen gedacht

Am 15.08.2021 finden drei Führungen zum Thema „Mensch und Wald“ statt. Ein nachhaltiger und umsichtiger Umgang mit dem Grunewald ist von Nöten. Wir wollen diskutieren, wie dies gelingen kann.

Am 15.08.2021
Von 10:00-16:00 Uhr
Startpunkt: Parkplatz am Ökowerk

  1. Rundgang 10:00 – 11:00 Uhr
    Wie können wir den Grunewald erhalten?
    mit Waldexperte Christof Blauth

2. Rundgang 12:00 Uhr-13:30 Uhr
Teufelsberg – Kultur und Waldschutz
mit Kuturexperte Tim Renner

3. Rundgang 14:00 Uhr -15:00 Uhr
Verkehr Teufelsseechaussee – Ideen der Nutzenden
mit Expertin für Bürgerbeteiligung Dr. Claudia Buß (Direktkandidatin für den Wahlkreis 5)

Anmeldung ist dringend erforderlich!

20 Plätze pro Rundgang

Anmelden bitte unter info@claudia-buss.de

Grunewald schützen

Grunewald – Die Lunge von Charlottenburg-Wilmersdorf


Einer der wohl schönsten und spannendsten Orte in unserem Bezirk ist der Grunewald. Er gehört nach Charlottenburg-Wilmersdorf genauso wie der Kurfürstendamm. Wir lieben und brauchen diesen Wald und deswegen müssen wir diesen Flecken Erde gut schützen.
Der Grunewald ist für uns Menschen in erster Linie ein Naherholungsgebiet. Wir können hier hervorragend Fahrradfahren oder spazieren gehen und uns an den Wirtshäusern beköstigen lassen. Der Grunewald ist aber noch so viel vielfältiger, denn im Sommer können wir beispielsweise ins kühle Nass springen. Wissbegierige kommen hier auf ihre Kosten. Der angelegte Klimapfad bildet zum Thema Umwelt und der Grunewaldturm erzählt uns etwas über unsere Geschichte.

Doch der Wald ist in Gefahr. Die Dauerhitze der letzten Jahre sorgt jedoch für eine kastrophalen Zustand des Grunewaldes. Der Anteil der Bäume, die komplett gesund sind, liegt nur noch bei sieben Prozent. Was getan werden muss:
1. Wir müssen Konzepte entwickeln, wie wir das Regenwasser noch besser im Wald halten können.
2. Um den neuen veränderten Klimabedingungen zu trotzen, wird in der Regel auf Mischwälder gesetzt. Der Mix aus verschiedenen Baumarten und Altersstufen erhöht die Resilienz, der Wald soll sich dadruch besser und schneller regenerieren können.

Doch das wird Jahrzehnte dauern und Aufforstungsprograme – die natürlich Geld benötigen.
Im Waldzustandsbericht wird dargestellt, dass für Waldumbau, Waldbrandvorsorge, Pflege und Sicherung den Berliner Forsten bis Ende 2021 zusätzlich drei Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Eine Evaluation wird im Jahre 2022 von Nöten sein, um zu prüfen, ob die Gelder und Arbeitskraft ausreichend sind, und ob wir ggf. nachsteuern müssen. Der Grunewald gehört zu uns und deswegen müssen wir auf diesen auch sehr gut achten.

Dialogdisplays für die Bezirke

Mit Hilfe von Dialogdisplays ist eine direkte Ansprache mit Aufofahrerinnen und Autofahrern möglich. Ein „langsam“ und „Danke“ haben Signalwirkung, die wir insbesondere bei der Schulwegsicherheit benötigen.

Ziel ist es die Unfälle noch weiter zu minimieren und den Fahrer durch das Lob oder der Ermahnung auf die Geschwindigkeitsbegrenzung Aufmerksam zu machen. Die Dialogdisplays wurden bisher vom Senat angeschafft und von den Bezirken betrieben. Jeder Bezirk hat sich eine eigene Firma für
die Umsetzung und die Wartung der Firma gesucht. Das soll nun anderes werden, verspricht die Senatsverwaltung seit mehr als zwei Jahren. Es ist jedoch bisher nichts passiert und das muss sich ändern, denn wir brauchen die Dialogdisplays für mehr Sicherheit im Verkehr.

Ich werde mich auch weiterhin für den Kauf und Einsatz von Displays stark machen. Hier muss die Senatsverwaltung schneller werden.

Spielhallen in Berlin regulieren

Seit 10 Jahren stemmt sich die SPD Berlin gegen die Flut von neuen Spielhallen und das sehr erfolgreich. Im Jahre 2021 werden nur noch 120 Spielhallen in ganz Berlin offen haben. Im Gegensatz dazu das Jahr 2011, wo es noch fast 600 Spielhallen waren.

Wir werden uns auch weiterhin für dieses Thema stark machen, denn Spielhallen unterstützen die Glückspielsucht. Die Gründe dafür sind schnell darstellbar:

  1. Spielhallen sind überall leicht verfügbar.
  2. Viele der angebotenen Spiele, wie die Geldspielgeräte „einarmiger Bandit“, haben einen schnellen Spielablauf und das erhöt den Reiz des Spielens.
  3. Der Geldeinsatz scheint auf dem ersten Blick erst einmal niedrig. Die Hemmschwelle ist somit sehr viel niedriger.

Das Suchtpotenzial von Glücksspielen wurde jahrelang wissenschaftlich untersucht und insbesondere Kinder und Jugendliche sind bei der ständigen Verfügbarkeit gefährdet. Um die Verbraucher besser schützen muss auf die Folgen von Glücksspiel immer wieder hingewiesen und die Suchtberatungen unterstützt werden. Diesem Anliegen wird auch von mir weiterhin große Priorität eingeräumt.

Preußenpark

Mit den Bürgerinnen und Bürgern Veränderungen gestalten

Der Preußenpark in Wilmersdorf war und ist ein Ort gelebter Integration. Wer hierhin am Wochenende mit seiner Familie einen Ausflug macht, kann bei fliegenden Händlern leckeres Essen im Freien genießen. Denn auf der „Thaiwiese“ kommen unterschiedliche Nationalitäten zusammen und unterhalten sich, spielen miteinander und essen gemeinsam.

Diese Community und ihr friedlicher Austausch wurden über die Jahre aber von ihrem eigenen Erfolg eingeholt. Mit jedem Jahr kamen mehr Menschen, mit jedem Jahr kamen mehr Händler. Der Park konnte dieser Überlastung und auch der unglaublichen Hitze im Sommer einfach nicht mehr Stand halten. Das Rasenrondell ist nun teilweise eine Wüste. Einfach zu viele Händler sind vor Ort. Nicht alle halten sich an die Regeln. Teilweise wird sogar Alkohol verkauft.

Im Jahr 2018 haben sich deswegen alle Fraktionen in der Bezirksverordnetenversammlung auf den Weg gemacht, eine Veränderung mit der Thai-Community, den Anwohnerinnen und Anwohnern und auch den Gästen herbeizuführen. Das allgemeine Ziel ist es, den Preußenpark so umzugestalten und aufzuwerten, dass Anwohnende und Gäste des Parks diesen als Ort der Erholung und der Freizeit genießen können. So sollen die legalen Verkaufstätigkeiten der fliegenden Händler auf einen neuen, klar abgegrenzten Bereich beschränkt werden und durch ein Kontingent der Verkaufslizenzen die besondere Atmosphäre des Parks erhalten bleiben. Es war insbesondere die SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf, die auf ein gemeinsames Vorgehen der gesamten Verwaltung drängte. Ein Antrag zur Ausgestaltung des Bürgerbeteiligungsprozesses sollte die Anwohnerinnen und Anwohner, die Thai-Community und die Nutzenden mit einbeziehen.

Für die SPD-Fraktion musste der Bürgerbeteiligungsprozess nach einer Lösung suchen, die für alle tragbar ist. Im Frühjahr 2019 haben Landschaftsarchitekturstudierende der TU Berlin unter der Leitung von Prof. Loidl-Reisch vielfältige und kreative Vorschläge eingereicht. Von der kompletten Veränderung der Wegegestaltung bis hin zu einem Holzrondell war alles dabei. Die Bürgerinnen und Bürger konnten in verschiedenen Kategorien, wie beispielsweise Parkanordnung oder Spielplatzgestaltung ihre Voten abgeben. Ein Architekturbüro hat diese Voten im Februar 2020 zusammengeführt, die Umgestaltung des Parks in drei Bauabschnitte, den sog. Masterplan, eingeteilt und in einer Veranstaltung vor Ort präsentiert. Auf der Website mein.Berlin.de konnten sich für mehr als 6 Monate Interessierte mit Vorschlägen für den Umbau einbringen. Die Bürgerinnen und Bürger konnten hier Ihre Vorstellungen einbringen, was sie sich von einem „Park für Alle“ wünschen. Dieser ganze Beteiligungsprozess hatte aber auch so seine Tücken. Zum einen nimmt dieser schon eine sehr lange Zeit in Anspruch und zum anderen wurden in den längeren Pausen zwischen den aktiven Beteiligungsmöglichkeiten, die Gründe für die Verschiebungen nicht mitgeteilt. Dieses intransparente Vorgehen, führte verständlicherweise zu Frust bei den Anwohnerinnen und Anwohnern. Die SPD-Fraktion hatte immer wieder mehr Transparenz und Schnelligkeit angemahnt.

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat am 08. September 2020 ein Betriebskonzept für den zukünftigen Streetfoodmarkt im Rahmen der Neugestaltung des Preußenparks beschlossen – also das inhaltliche Konzept des interkulturellen Treffpunkts. 60 Markstände sollen Essen, aber kein Alkohol, verkaufen dürfen. 8 Monate im Jahr kann von Freitag bis Sonntag der Streetfoodmarkt besucht werden. Das neue Multifunktionsgebäude, am nördlichen Haupteingang des Parks geplant, wird die mobilen Stände lagern und weitere bezirkliche Angebote beherbergen. Es wird ein Pfandsystem für das Geschirr geben, damit kein Müll entsteht. Ein noch zu findender Betreiber soll das Marktgeschehen organisieren und ein Marktbeirat wird gegründet. Das Konzept stammt aus der Feder des Integrationsbüros, das alle Abteilungen der Verwaltung eingebunden und sich vor allem mit der Thai-Community vor Ort ausgetauscht hat. Da jetzt alle Weichenstellungen vorhanden waren, konnte mit dem Bau begonnen werden. Im Herbst 2020 wurde eine provisorische Schotterfläche an der Nordwestseite des Preußenparks aufgebracht. Die Umgestaltung des Parks wird bei gleichzeitigem Betrieb des provisorischen Streetfoodmarktes auf dieser Fläche von statten gehen. Der Normalbetrieb des Marktes soll dann nach Fertigstellung des Multifunktionsgebäudes starten.

Um die Umgestaltung des Parks auch finanziell zu ermöglichen, bekommt Charlottenburg-Wilmersdorf nun sogar Hilfe vom Bund. Dort hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Förderung des Preußenparks mit 3 Mio. Euro aus dem Sonderprogramm zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel beschlossen. Gerade weil der Park ein tolles Beispiel für Berliner Stadtkultur in ihrer Vielfalt und Originalität ist.

Ich stehe für eine transparente Politik mit den Bürgerinnen und Bürgern und werde Sie daher auch weiterhin über alle Zwischenschritte informieren. Die größte Herausforderung liegt nun zukünftig darin einen geeigneten Betreiber zu finden. Dieser muss vor allem integrative und soziale Belange berücksichtigen, um die Thai-Community in diesen neuen Strukturen zu betreuen. Die Neugestaltung des Parks muss nun endlich beginnen und zügig voranschreiten. Dieser Punkt bereitet mir aber das größte Kopfzerbrechen, denn bisher ist einfach zu wenig passiert.

Ich werde daher diesen Prozess auch weiterhin kritisch und konstruktiv begleiten und stehe für Fragen sehr gerne zur Verfügung.